Bergkräutergenossenschaft - Expansion mit Bekenntnis zu regionaler Wertschöpfung

Bergkräutergenossenschaft - Expansion mit Bekenntnis zu regionaler Wertschöpfung

(von links): Ing. Alexander Gruber von der Firma Kapl, Altbürgermeister Alfred Hartl, Geschäftsführer der Österreichischen Bergkräutergenossenschaft Karl Dirnberger, Vorstand der Raiffeisenbank Gerhard Stumpner, Bürgermeister von Bad Leonfelden Thomas Wolfesberger, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Obmann der Österreichischen Bergkräutergenossenschaft Michael Falkinger, Direktor Raiffeisenverband OÖ Dr. Norman Eichinger und Johannes Bergsmann von der Österreichischen Bergkräutergenossenschaft beim Spatenstich

Klare Strategie, hohe Qualitätsstandards und starke regionale Ausrichtung mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein: Das ist das Credo der Österreichischen Bergkräutergenossenschaft mit Sitz in Hirschbach im Mühlviertel. Am 13. September fand in Bad Leonfelden der Spatenstich für den neuen Produktionsstandort statt. „Die Österreichische Bergkräutergenossenschaft schafft Qualitätsbewusstsein für regionale Produkte und ist auch über die Landesgrenzen hinaus zu einem Vorzeigeunternehmen geworden. Die Investition in Bad Leonfelden stärkt die regionale Wertschöpfung und den Absatz für die heimischen Landwirte. Hier trifft Innovation auf regionale Verwurzelung“, betonte Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger beim Spatenstich. 

Passend zur Unternehmensphilosophie hat die bevorstehende Expansion ausgeprägten regionalen Charakter. Die Ansiedlung sorgt für Wachstum in der INKOBA SternGartl: Die Genossenschaft investiert 7,5 Millionen Euro in das neue Firmengebäude am INKOBA-Standort in Bad Leonfelden.

Energieeffizienz wird großgeschrieben
Errichtet wird der zweigeschossige Bau (6 Meter Raumhöhe im Keller, 10 Meter im Erdgeschoss) in massiver Stahlbetonbauweise. Für entsprechenden Witterungsschutz und Isolierung werden die langlebige Metallfassade und das Metalldach sorgen. Als Bio-Betrieb war es den Verantwortlichen der Bergkräutergenossenschaft besonders wichtig, so nachhaltig und energieeffizient wie möglich zu bauen. So wird am Dach des neuen Gebäudes eine 300kW Photovoltaik-Anlage Sonnenstrom erzeugen, LED-Technik die Beleuchtung übernehmen und die Beheizung erfolgt über besonders effektive Luft-Wärme-Pumpen.

Kapl Bau als Totalunternehmer
Sämtliche Leistungen betreffend den Neubau hat man in die Hände von Kapl Bau gelegt: Entwurfsplanung, Behördenplanung, bau- und gewerberechtliche Abhandlung, Ausführungsplanung sowie die komplette, schlüsselfertige Bauausführung inklusive Gebäudetechnik übernimmt damit der Traditionsbetrieb aus Bad Leonfelden, der ja seinen Standort nur wenige Hundert Meter von der Baustelle entfernt hat. „Wir haben mittlerweile sehr viel Erfahrung und großes Know-how in der Planung und Ausführung von Gewerbebau-Projekten. Es freut uns sehr, dass auch die österreichische Bergkräutergenossenschaft auf uns vertraut“, sagt Kapl-Geschäftsführer Alexander Gruber. 
Und eben dieser regionale Zusammenhalt war auch für den Obmann der österreichischen Bergkräuter Genossenschaft, Michael Falkinger wichtig: „Uns als regionalen Leitbetrieb freut es besonders, auf das Know-how einer Baufirma aus der Umgebung setzen zu können, welche das Projekt gemeinsam mit lokalen, mittelständischen Unternehmen umsetzt.“

Für die Planung der Expansion holte sich die Österreichische Bergkräutergenossenschaft Unterstützung von der Abteilung Investoren- & Standortmanagement der oö.Standortagentur Business Upper Austria. Gemeinsam konnten Fragen zu Finanzierung und Förderung geklärt werden, wobei die Zusammenarbeit für beide Seiten kein Neuland war. Die Österreichische Bergkräutergenossenschaft ist Partnerunternehmen im Lebensmittel-Cluster von Business Upper Austria: Bei dieser Kooperation ist derzeit das vielbeachtete Projekt „Mühlviertler Granitlavendel“ in der Umsetzungsphase.

Optimaler Standort 
Für die Bergkräutergenossenschaft ist die Auswahl des zweiten Produktionsstandortes in Bad Leonfelden ein klares Bekenntnis zur Region. Die Hallen, in denen eine neue Verarbeitungslinie inklusive einer innovativen Entkeimungsanlage realisiert wird, sind nur rund 10 Kilometer Luftlinie vom bestehenden Standort in Hirschbach entfernt. „Wir haben uns für die INKOBA SternGartl entschieden, weil dort die gewünschten Flächen zur Verfügung standen. Natürlich spielten auch die geografische Nähe, die Infrastruktur und das Bekenntnis zum Mühlviertel eine Rolle“, sagt Karl Dirnberger, Geschäftsführer der Österreichischen Bergkräutergenossenschaft. Das Investitionsvolumen beträgt rund 7,5 Millionen Euro für ein neues Gebäude, in das die komplette Verarbeitung der Bio-Kräuter und Bio-Gewürze ausgelagert wird. Zusätzlich werden große Lagerflächen geschaffen und Büro- sowie Sozialräume errichtet. 
Dirnberger: „Die Besonderheit des Produktionsstandortes ist, dass wir die Gegebenheiten des Geländes voll ausnutzen können und eine optimale Anbindung an die Infrastruktur vorfinden.“ 
Der bisherige Standort wird nicht geschlossen: Abpackung, Verwaltung und die Kräuterei (Shop) bleiben in Hirschbach. Die Genossenschaft beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter/innen. In Bad Leonfelden werden zusätzlich 15 Jobs geschaffen.

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: Land OÖ/Daniel Kauder

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