Trainingszentrum für Trendsportarten in Linz eröffnet

Trainingszentrum für Trendsportarten in Linz eröffnet

Bühne frei für den jungen Sport – v.l.: Günther Singer (Studentenwerk OÖ), Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner, Pamela Forster (Verbandspräsidentin Parkour/Freerunning und Vorstandsmitglied der Sportunion Österreich), Sportunion-OÖ-Präsident Franz Schiefermair und Martin Friedrich (Projektleiter und Jugendreferent Sportunion OÖ)

Vor fünf Jahren musste das vom Studentenwerk OÖ betriebene Hallenbad im Julius-Raab-Heim geschlossen werden. Das rund 40 Jahre alte Bad war baufällig geworden, ein Fortsetzen des Betriebes nicht mehr möglich. Jetzt kehrt wieder Leben in die Anlage zurück: Die Sportunion Oberösterreich hat mit Unterstützung des Landes OÖ und des OÖ. Studentenwerks auf rund 800 Quadratmetern Fläche eine „Homebase“ für junge, urbane Trendsportarten errichtet.

„Damit wird ‚young sports‘ nachhaltig in die oberösterreichische Sportlandschaft integriert und ein Bewegungsparadies für Jung und Alt geschaffen. ‚Young Sports‘ ist in der Sportstrategie Oberösterreich 2025 als Schwerpunkt-Maßnahme festgelegt, daher freue ich mich besonders, dass wir damit für junge Sportlerinnen und Sportler dieses Angebot schaffen können“, betonte Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner.

„Es entstand ein in Österreich einzigartiges Trainingszentrum mit Schwerpunkten wie Trampolin und Akrobatik, Parkour und Freerunning oder Breaking, das 2024 bei den Sommerspielen in Paris erstmals im olympischen Programm ist“, erklärte Franz Schiefermair, Präsident der Sportunion Oberösterreich. Die Gesamtkosten der Anlage mit dem Namen „ZERO Limits“ liegen bei 800.000 Euro.

„ZERO Limits ist aber auch ein nachhaltiges Pilotprojekt für die Hallenschaffung im urbanen Raum. Es wird ein leerstehendes Gebäude rekultiviert und damit auch ein wichtiges Zeichen gegen Bodenversiegelung und Flächenfraß gesetzt“, hob Landesrat Achleitner hervor.

Kommerzielle Trendsporthallen gibt es in Österreich in Hall in Tirol und in Wien. Das Zentrum im Julius Raab Heim wird von der Sportunion betrieben und kann dadurch kostengünstiger den Vereinen und Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig werden Angebot und Größe in dieser multifunktionellen Halle einzigartig sein. Damit wird auf die steigende Nachfrage aus dem Bereich „Urban sports“ reagiert. Die Sportunion sieht sich als die Heimat des jungen Sports und fördert aktiv neue Trendsportarten, um neue Verbindungen der jungen Generation mit dem (Vereins-) Sport zu schaffen. 

„Unser Ziel ist es, dass wir so viele junge Leute so früh wie möglich bewegen und für Sport zu begeistern. Wir leisten mit vielfältigen Maßnahmen gemeinsam mit unseren 735 Sportvereinen in Oberösterreich aktiv einen Beitrag dafür“, betonte Präsident Schiefermair.

Im Jahr 2013 eröffnete die Sportunion bereits einen Parkour und Freerunning Park auf dem Union Landessportfeld in der Wieningerstraße. Nun entsteht eine weitere Homebase im Julius Raab Heim. Die Trendsporthalle „Zero Limits“ soll eine Plattform für unterschiedliche Vereine sein. Außerdem entsteht ein Ausbildungs- und Leistungszentrum für young Sports. 

„Mit der multifunktionellen Ausrichtung der Halle vereint Zero Limits unterschiedliche Jugendsport-Communities, wie Parkour, Breaking und Calisthenics“, so der Jugendreferent der Sportunion Martin Friedrich.

Das innovative Hallenprojekt trägt nachhaltig zu Sportentwicklung bei und implementiert „Young Sports“ in die oberösterreichische Sportlandschaft. Darüber hinaus stehen die Sportflächen ganztägig für die Vereine und Nutzer zur Verfügung. Vor allem ein Sportbetrieb am Vormittag und während der schulfreien Zeit ist damit sichergestellt. Somit entsteht mehr Raum für den Sport.

Der Ausbau an Kooperationen zwischen dem Sportdachverband und anderen Institutionen soll im Sinne der Weiterentwicklung des sportlichen Angebotes ausgebaut werden. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Bildungsbereich und hier im speziellen mit der Johannes Kepler Universität Linz wird forciert. So sollen das Kursangebot des Universitätssportinstitutes (USI) aufgrund der neuen Möglichkeiten, vor allem an den Vormittagen, ausgebaut werden.

„Die innovative Trendsporthalle bietet eine moderne Infrastruktur und viel Platz für Bewegung, Spaß und Sport. Das neue Angebot ist damit eine optimale Ergänzung zu unserem bereits bestehenden Sportangebot an der JKU, von dem unsere Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Anrainern gleichermaßen profitieren werden“, sagte JKU-Rektor Meinhard Lukas. 

Die einzelnen Bereiche von „ZERO Limits“:
Das Areal für Parkour und Freerunning ist auf rund 150 Quadratmeter innerhalb des früheren Schwimmbeckens aus einem leicht adaptierten Stangengerüst und unterschiedlichen Holzhindernissen zusammengesetzt. Die Fallschutzmatten und Weichböden dienen situationsangemessen der Sicherung. Dieser Bereich kann weiters auch für Functional Fitness und Sturzprophylaxe herangezogen werden.

Der Bereich für Martial Arts/Tanz/Funktionelle Gymnastik (Yoga, Pilates, Zumba, Rückenfitness...) ist rund 200 Quadratmeter groß und deckt durch die Größe auch Kampfsportarten ab. Die Rollmatten können mit ein paar Handgriffen entfernt werden, damit können hier auch Tänzer trainieren sowie verschiebbare Parkourhindernisse aufgebaut werden. Dadurch wird die Halle binnen weniger Minuten zur Parkour Event- und Wettkampflocation.

Zusätzlich entsteht ein 40 Quadratmeter großer Raum für Breaking-Kaderathleten/innen.

Dazu gibt es einen Trampolin- und Akrobatikbereich. Trampolin ist eine olympische Sportart, die Voraussetzungen für ideales Training werden hier geschaffen. So gibt es verschiedenste Airtrackmatten, drei Riesentrampoline, Sprungbretter und Weichböden sowie Mattenflächen.

Der Functional Fitness Bereich integriert die wesentlichsten Faktoren für ein nachhaltiges, progressives Krafttraining für Gesundheits-, Fitness- sowie Spitzensport auf knapp 200 Quadratmetern. Sportlern/innen stehen hier Powerracks, Wall-Rigs, diverse Hantelsets, zwei Gewichtheberplattformen sowie vielseitiges anderes Equipment zur Verfügung.

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: Land OÖ/Daniel Kauder

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