Europameisterschaften im Paracycling und UAC Tour

Europameisterschaften im Paracycling und UAC Tour

Oberösterreich wird Austragungsort der Europameisterschaften im Paracycling und der Upper Austria Cycling Tour. Vom 3. bis 6. Juni 2021 werden an den Etappenorten Schwanenstadt, Lochen und Peuerbach die Behindertensportlerinnen und -sportler um den Europameistertitel und die Einzel- und Teamteilnehmer der UAC Tour um den Tour-Gesamtsieg kämpfen. 

„Corona hat besonders im Sport viele Events und Wettkämpfe ausgebremst, umso mehr freut es mich, dass Oberösterreich heuer Austragungsort für die Europameisterschaften im Paracycling und der Upper Austria Cycling Tour sein wird. 

Dank eines umfangreichen Covid-Sicherheitskonzeptes kann die größte Radsportveranstaltung für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung in Österreich über die Bühne gehen. Dafür möchte ich mich beim Organisationsteam rund um Walter Mayrhuber herzlich bedanken. 

Unseren oberösterreichischen Lokalmatadoren Yvonne Marzinke und Walter Ablinger drücke ich besonders die Daumen, allen anderen wünsche ich ebenfalls ein spannendes, erfolgreiches Rennen“,freut sich Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner auf das Event.

 

In Zeiten von Corona stellt die Durchführung einer Veranstaltung eine besondere Herausforderung dar. Mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept wird es möglich sein, die geplante Paracycling-EM abzuhalten. Insgesamt werden bei den UEC Europameisterschaften in allen 13 Behindertenklassen die Titel im Straßenrennen und im Einzelzeitfahren vergeben. 

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese bedeutende Sportveranstaltung – die UEC European Paracycling Championships – nach Oberösterreich bringen können und ein einzigartiges Inklusionsevent für die gesamte Bevölkerung daraus machen dürfen“, betont Organisator Walter Mayrhuber. 

Auch für 2022 wurde bereits die Zusage vom Europäischen Radsportverband (UEC) zur heimischen Europameisterschaft im Paracycling gegeben. 

 

Vorarbeit für die Tour bereits im vollen Gang

Bei der Straßen-Rad-EM in Glasgow im Jahr 2018 wurde vom Europäischen Radsportverband die Durchführung von Europameisterschaften im Paracycling beschlossen. Oberösterreich hatte sich im internationalen Behindertensportgeschehen durch die perfekte Organisation der internationalen Upper Austria Paracycling-Rundfahrt, die von 2014 bis 2019 insgesamt sechsmal veranstaltet wurde, eine hervorragende Reputation geschaffen. Daher war es naheliegend, Walter Mayrhuber und sein Team mit der Organisation der Veranstaltung zu betrauen. Nach umfangreichen Vorarbeiten hat Oberösterreich letztendlich die Zusage für diese Veranstaltung erhalten. Umso größer ist die Freude, dass dieser Bewerb nach den zahlreichen coronabedingten Rennabsagen im Vorjahr nun endlich stattfinden kann.

„Es ist ein schönes Signal, dass gerade die Paracycling-Europameisterschaften und die Upper Austria Cycling Tour das erste größere Sport-Event nach der langen Corona-bedingten Veranstaltungspause ist. Damit wollen wir einmal mehr zeigen, dass uns im Sportland Oberösterreich der Behindertensport ein besonderes Anliegen ist“,unterstreicht Sport-Landesrat Achleitner.

 

Titelkämpfe im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen

Bei der Paracycling-EM werden in allen 13 Rennklassen die Titel im Einzelzeitfahren und im Straßenbewerb vergeben. Die Bewerbe finden vom 3. bis 6. Juni 2021 statt. Den Auftakt bildet das Straßenrennen in Schwanenstadt im Bezirk Vöcklabruck, danach folgen die Entscheidungen in Lochen im Bezirk Braunau und in Peuerbach im Bezirk Grieskirchen. Im Rahmen der heurigen Paracycling-EM werden auch gleichzeitig die Österreichischen Paracycling-Meisterschaften ausgetragen. Die gesamte heimische Elite wird dabei an den Start gehen. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten spannende Titelkämpfe. Wir haben optimale Strecken ausgewählt, die dem Status einer Europameisterschaft auch gerecht werden“, so Organisator Walter Mayrhuber. 

 

Starter aus Oberösterreich mit Medaillenchancen

Das Gastgeber-Bundesland hat bei der Europameisterschaft im Paracycling auch zwei ganz heiße Eisen im Feuer: Walter Ablinger zählt in der Handbike-Klasse H3 zu den weltbesten Athleten. Der Sieg bei den Paralympics, ein Weltmeistertitel und der dreimalige Gewinn des Gesamtweltcups sprechen für sich. Der Topsportler aus Rainbach bei Schärding konnte auch schon einige Male die Internationale OÖ. Paracycling-Rundfahrt für sich entscheiden und ist als Lokalmatador ein Top-Medaillenkandidat. Bei den Damen hat Yvonne Marzinke aus Mondsee ebenfalls gute Medaillenchancen, denn auch sie konnte in den vergangenen Jahren bei internationalen Rennen bereits zahlreiche Podestplätze erreichen.

 

„Ich werde bei der Heim-EM in Oberösterreich alles geben, ein Erfolg bei Europameisterschaften fehlt mir noch in meiner Titelsammlung“, betont Walter Ablinger, der bereits die Paralympics und die Weltmeisterschaften gewonnen hat.

 

Topathleten aus ganz Europa in Oberösterreich am Start

Die Europameisterschaften im Paracycling werden zahlreiche Topathleten ins Land ob der Enns bringen. Nach aktuellem Anmeldestand wird ein neuer Teilnehmerrekord erwartet. Die Favoriten kommen aus den großen Radsportnationen wie Deutschland, Italien, Belgien, Frankreich, Niederlande, Polen, Großbritannien, der Schweiz sowie Österreich. Die Paracycling-EM in Oberösterreich zählt außerdem auch zur Qualifikation für die Paralympics, die im Sommer 2021 in Tokio stattfinden werden. 

 

Upper Austria Cycling Tour für Rennradfahrer auf identen Strecken

Die Upper Austria Cycling Tour wird auf den nahezu identen Strecken ausgetragen. Die einzigartige Oberösterreichtour für ÖRV BikeCARD Inhaber, Masters- und Amateursportler mit UCI Card Lizenz findet sowohl für Damen als auch Herren in verschiedenen Altersklassen statt. Der Kampf um das gelbe Trikot (Herren) und das rosa Trikot (Damen) erfolgt nach der Gesamtzeitwertung. Zudem gibt es wie bei den großen Rundfahrten eine Gesamtwertung nach Punkten. Die Anmeldung zur Upper Austrian Cycling Tour ist unter www.uactour.at möglich.

 

Die EM-Bewerbe im Detail

Die Europameisterschaften im Paracycling werden in den Bewerben Einzelzeitfahren und Straßenrennen aufgrund der zahlreichen Behindertenklassen in mehreren Gemeinden durchgeführt.

3. Juni 2021: Schwanenstadt – Einzelzeitfahren über 10,6 Kilometer

Die Europameisterschaften starten am Donnerstag, 3. Juni, um 16.00 Uhr mit dem Einzelzeitfahren in Schwanenstadt im Bezirk Vöcklabruck über insgesamt 10,6 Kilometer, wobei ein intensiver Rundkurs zweimal zu absolvieren ist. Die Strecke führt mit Start und Ziel im Graben über den Römerberg. Bei dieser Schlüsselstelle wird voraussichtliche die Entscheidung fallen. Lokalmatador Walter Ablinger wird hier alles geben, um bei der Europameisterschaft im Paracycling auf dem Podest zu landen.

 

4. Juni 2021: Lochen am See – Einzelzeitfahren über 12,3 Kilometer

Einen Tag darauf, am Freitag, 4. Juni, werden die Europameisterschaften im Einzelzeitfahren mit den restlichen Bewerben in Lochen im Bezirk Braunau abgeschlossen. Am Nachmittag wartet ein Rundkurs mit einer Länge von 12,3 Kilometer auf die Behindertensportler. Die Strecke führt vom Ortszentrum über die Ortschaften Astatt, Bergham, Palting und Babenham zurück nach Lochen.

 

5. Juni 2021: Schwanenstadt – Straßenrennen

Am Samstag, 5. Juni, finden die Straßenbewerbe ebenfalls in Schwanenstadt statt. Die Streckenlänge bewegt sich dabei je nach Behindertenklasse im Rahmen von 31 bis 53 Kilometer. Der 5,3 Kilometer lange Rundkurs ist ident mit dem Einzelzeitfahrkurs am Donnerstag und führt mit Start und Ziel im Graben über den Römerberg.

 

6. Juni 2021: Peuerbach – Straßenrennen 

Am Sonntag, 6. Juni, werden die Europameisterschaften mit dem Straßenrennen der weiteren Behindertenklassen in Peuerbach im Bezirk Grieskirchen abgeschlossen. Je nach Bewerb sind dabei auf einem 4,4 Kilometer langen Rundkurs entweder 22 Kilometer (5 Runden), 26,4 Kilometer (6 Runden) oder 44 Kilometer (10 Runden) zu absolvieren. Das Rennen startet um 11.00 Uhr. Die Strecke führt vom Stadtzentrum über die Ortschaften Steegen, Asing, Steinbruck und Kirchenfeld wieder nach Peuerbach zurück.

 

Quelle/Fotos: Land OÖ / Vanessa Ehrengruber

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