Felix Großschartner und Christina Schweinberger fixieren Double mit Straßenerfolgen

Felix Großschartner und Christina Schweinberger fixieren Double mit Straßenerfolgen

Der Oberösterreicher Felix Großschartner (Bora – hansgrohe) und die Tirolerin Christina Schweinberger (Plantur Pura) sind die frischgebackenen Österreichischen Staatsmeister im Straßenrennen. (Fotocredit: ©Reinhard Eisenbauer/ÖRV)

Nachdem sie schon am Donnerstag das Einzelzeitfahren für sich entscheiden konnten, gewannen sie am Sonntag in Judendorf-Straßengel in der Steiermark die Straßenrennen. Für beide war es auch der Premierentitel auf der Straße, Großschartner folgte seinem Teamkollegen Patrick Konrad nach, Schweinberger ihrer Schwester Kathrin (Ceratizit WNT Pro Cycling), die zuletzt zweimal in Folge den Titel gewann.

Die Frauen hatten fünf Runden auf dem 17,5 Kilometer langen Kurs zu absolvieren. Ähnlich wie beim Zeitfahren am Donnerstag entwickelte sich auch ein Zweikampf zwischen Schweinberger und der Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer (Cookina Graz) auf der Strecke. „Ich weiß grad gar nicht was ich sagen soll. Klar arbeitet man darauf hin. Aber um hier nun vorne zu sein gehört so viel dazu. Ich kann es noch gar nicht glauben“, schilderte die 25-jährige ihre Gefühle nach dem Sieg.

Nach einem verkorksten Saisonbeginn, Schweinberger konnte ihre ersten Rennen erst spät bestreiten, da ihr Wechsel zu Plantur-Pura erst zum 1. Juni klappte, zeigt sich die Jenbacherin aktuell in Topform. „Es hatte fast was von einem Intervalltraining. Der Anstieg wurde immer voll gefahren. Vor allem das Team Cookina hat hier immer Tempo gemacht. Danach wurde wieder abgestellt. In den letzten zwei Runden war dann alles Vollgas. Zum Schluss waren dann nur noch Anna und ich vorne. Gottseidank ist es sich im Zielsprint ausgegangen“, strahlte die Tirolerin, die ihre Schwester als Trägerin des Meistertrikots nun ablöste: „Es ist eine richtige Ehre den Titel von der Kathrin zu übernehmen. Dadurch das der Sieg in der Familie bleibt ist dieser noch mehr wert“.

Hinter Kiesenhofer landete Kathrin Schweinberger auf dem dritten Rang und komplettierte das Podium. In der U23 sicherte sich die Steirerin Sarah Bärnthaler (Cookina Graz) den Titel. Rang zwei ging an Marlene Brandmair (La Musette Radunion) vor Laura Fernbach (SK VOEST). „Die Beine sind jetzt richtig müde. Aber es hat einen großen Spaß gemacht. Da es ein Heimrennen für mich war, hat es mich dann noch zusätzlich angespornt. Es waren viele starke Konkurrentinnen mit dabei. Ich bin sehr glücklich. Das ist die Belohnung für das viele harte Training“, erzählte die Grazerin

Bei den Männern wurde das Team Bora – hansgrohe ihrer Favoritenrolle gereicht und holte einen Fünffachsieg in der Steiermark. Hinter Großschartner platzierten sich seine Teamkollegen Patrick Gamper, Lukas Pöstlberger, Patrick Konrad und Marco Haller auf den weiteren Plätzen. Geschlossen Arm in Arm fuhr das Quartett hinter dem Sieger über die Ziellinie.

Bei heißen Temperaturen übernahm neben der deutschen WorldTour-Equipe vor allem auch das Hrinkow Advarics Cyleang Team die Initiative von Beginn an und besetzten die ersten Fluchtgruppen. Mit Pöstlberger, Gamper und Manuel Bosch (Hrinkow Advarics Cycleang) konnten sich drei Fahrer aus dem Feld lösen nach einem wahren Ausscheidungsrennen. Am Ende sollten nur zwölf der 58 Starter das Ziel erreichen.

Aus dem Feld heraus schlossen noch Großschartner, Haller und Konrad zur Spitzengruppe auf. „Den ersten Zug habe ich völlig verschlafen und ich musste dann solo aufschließen. Das hat schon richtig Körner gekostet. Danach war die Situation optimal und wir konnten alle Möglichkeiten spielen. Danke an das gesamte Team ohne die es niemals möglich gewesen wäre. Es freut mich das meine Zeit gekommen ist um Meister zu werden“, so der glückliche Sieger.

Bosch war der einzige Continental-Fahrer, welcher sich an der Spitze halten konnte. Er musste erst in der letzten Runde reißen lassen und sich mit Platz sechs begnügen. Beeindruckend war auch die Leistung des zweifachen Meisters Riccardo Zoidl (Team Vorarlberg). Er fuhr die Hälfte des Rennens allein der Spitze hinterher, konnte jedoch nicht aufschließen und wurde Siebenter. Die U23-Wertung gewann Sebastian Putz (Union Raiffeisen Radteam Tirol).

Ergebnisse

 

Quelle: Österreichischer Radsportverband

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