Gesundheitsversorgung stark halten – Spitzenmedizin am Standort OÖ weiterentwickeln

Gesundheitsversorgung stark halten – Spitzenmedizin am Standort OÖ weiterentwickeln

LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Landesrat Markus Achleitner bei der Verleihung der Habilitationsstipendien für Medizin

Zum siebten Mal werden in Oberösterreich Stipendien für Habilitandinnen und Habilitanden in Humanmedizin vergeben. Die feierliche Überreichung an die von einer Fachjury ausgewählten fünf Stipendiaten durch Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander und Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner fand in den Linzer Redoutensälen statt.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, Oberösterreich noch krisenfester zu machen. Das bedeutet, auch die Gesundheitsversorgung angesichts größter Herausforderungen stark zu halten. Umso mehr ist uns die Weiterentwicklung von Spitzenmedizin am Standort Oberösterreich wichtig und daher fördern wir auch weiterhin eine Schwerpunktsetzung auf die medizinische Forschung“, betonten Gesundheits-Landesrätin Haberlander und Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Achleitner.

„Davon sollen in erster Linie die Patientinnen und Patienten bestmöglich profitieren. Laufende Weiterentwicklung und vor allem Innovationen können aber auch dazu beitragen, die Versorgung noch effektiver und effizienter zu machen“, so Haberlander und Achleitner.

„Die Stipendien wurden als Anreiz für Ärztinnen und Ärzte ins Leben gerufen, ihre hohe Qualifikation noch weiter zu entwickeln und sie insbesondere im Hinblick auf ihre Karriereentwicklung und Universitätslaufbahn zu unterstützen. Damit wollen wir den hoffnungsvollen Nachwuchs im Land halten und die wissenschaftliche Kompetenz im Bereich der Medizin in Oberösterreich weiter stärken“, erläutern Haberlander und Achleitner. 

Denn wer unterstützt wird, soll nach Möglichkeit nach Erhalt des Stipendiums entweder drei Jahre oder mindestens bis zur Erlangung der Lehrberechtigung (Venia legendi) in Oberösterreich tätig sein.

Gesundheits-Landesrätin Haberlander ergänzt: „Gerade weil sich unsere vergleichsweise junge Medizinische Fakultät im nationalen und internationalen Umfeld behaupten muss, soll mit diesem Stipendium der Anreiz für eine akademisch ausgerichtete Karriere verstärkt und das Engagement für Forschung und Lehre gewürdigt und anerkannt werden. Daher haben wir das Stipendium auch an eine Habilitation an dieser Institution gebunden.“

„Oberösterreich setzt auf die Vernetzung von Gesundheit, Wissenschaft und Wirtschaft. Durch diese Forschung wollen wir die bestmögliche Versorgung für die Menschen in unserem Land gewährleisten und zugleich mit den Ideen und Forschungsergebnissen Arbeit und Wertschöpfung in unserem Bundesland schaffen. Mit Forschungsprojekten wie MEDUSA und dem neuen MedTech-Inkubator investieren wir intensiv in diesem Bereich – für die Gesundheit der Menschen und Betriebe in unserem Bundesland“, betont Landesrat Achleitner.

Vor zehn Jahren ins Leben gerufen
Die Stipendien wurden auf Initiative von Primaria Priv. Doz.in Dr.in Elisabeth Haschke-Becher vor zehn Jahren (2013) ins Leben gerufen und werden im Zusammenwirken von Gesundheits- und Wissenschaftsressort vergeben. Eine Fachjury unter dem Vorsitz von Landessanitätsdirektor Dr. Georg Palmisano hat mit den Habilitationsstipendien 2022 die wissenschaftliche Tätigkeit von fünf Medizinern in der Höhe von insgesamt 60.000 Euro prämiert:

  • Dr. med. univ. Stefan Froschauer, Jg. 1980, Kepler Universitätsklinikum (KUK), Habilitation zum Thema „Versorgung der Rhizarthrose mittels Daumensattelgelenksprothese“
  • Dr. med. univ. Andreas Tulzer, Jg. 1991, KUK, Habilitation zum Thema „Intrauterine Interventionen bei Feten mit angeborenem Herzfehler“
  • Dr. med. univ. Thomas Mitterling, Jg. 1984, KUK, Habilitation zum Thema „Subjektive u. objektive Marker zur Diagnose und Verlaufsbeurteilung des RLS“
  • DDr. med. univ. Patrick Stelzl, Jg. 1982, KUK, Habilitation zum Thema „Ein holistisches Konzept zur Prävention adverser Schwangerschafts-Outcomes“
  • Dr. med. univ. Maximilian Zaussinger, Jg. 1992, KUK, Habilitation zum Thema „Von der Rekonstruktion bis zur Ästhetik: Möglichkeiten und Grenzen in der Wiederherstellung von Form und Funktion“

Die Habilitation ist die höchstrangige Hochschulprüfung in Österreich sowie einigen anderen europäischen Ländern. Dabei wird im Rahmen eines akademischen Prüfungsverfahrens die hervorragende wissenschaftliche sowie didaktische Qualifikation als Voraussetzung für den Erwerb der Lehrbefähigung in einem Fachgebiet festgestellt. Diese bildet die Voraussetzung für die zusätzliche Erteilung der Lehrberechtigung (venia legendi).

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: © Land OÖ/Denise Stinglmayr

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