Katholische Aktion für Kampagne „Tempo senken – Leben retten“

Katholische Aktion für Kampagne „Tempo senken – Leben retten“

Was auf Amerikas Highways möglich ist, muss auch in Österreich möglich sein! Katholische Aktion für Kampagne „Tempo senken – Leben retten“. Die Katholische Aktion startet anlässlich der Weltklimakonferenz in Dubai eine Unterschriftenkampagne zur Temporeduktion im österreichischen Straßenverkehr. Papst Franziskus ruft in seinem Apostolischen Schreiben Laudate Deum alle Menschen guten Willens zu einem entschiedenen Vorgehen gegen die Klimakrise auf.

Vom 30. November bis 12. Dezember wird die UN-Klimakonferenz COP28 in Dubai tagen und das weitere Vorgehen der Staatengemeinschaft zur Eindämmung der Erderhitzung festlegen. Papst Franziskus wird als erster Papst von 1. bis 3. Dezember bei der Klimakonferenz dabei sein. Er formuliert in seinem Apostolischen Schreiben Laudate Deum – Über die Klimakrise seine Erwartungen an die COP28: „Wenn wir auf die Fähigkeit des Menschen vertrauen, über seine kleinen Interessen hinauszugehen und im Großen zu denken, können wir nur hoffen, dass die COP28 zu einer deutlichen Beschleunigung der Energiewende mit wirksamen Verpflichtungen führt, die einer dauerhaften Überwachung unterliegen.“ Und weiter: „Wir müssen diese Logik überwinden, dass wir einerseits ein Problembewusstsein an den Tag legen und gleichzeitig nicht den Mut haben, wesentliche Veränderungen herbeizuführen.“ Das Ziel der COP28-Konferenz müsse laut Papst Franziskus verbindliche Formen der Energiewende sein, die effizient und verpflichtend und darüber hinaus leicht zu überwachen sind. (LD 59)

Die Katholische Aktion nimmt die Weltklimakonferenz zum Anlass, um einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz in Österreich zu leisten. Einerseits hat sie sich selbst erneuerte Umweltleitlinien verordnet, andererseits unterstützt die kirchliche Laienbewegung die Kampagne „Tempo senken – Leben retten“, die von der Verkehrswende (www.verkehrswende.at) ins Leben gerufen wurde. 

Der Verkehrssektor ist das Sorgenkind der österreichischen Klimapolitik. Während die Treibhausgase in fast allen Sektoren zwischen 1990 und 2021 rückläufig waren, haben sie im Bereich Verkehr um 50,7 % oder 7 Millionen Tonnen zugenommen! (Quelle: Umweltbundesamt). Eine Temporeduktion auf 100 km/h auf Autobahnen, auf 80 km/h auf Freilandstraßen und auf 30 km/h Regelgeschwindigkeit im Ortsgebiet würde eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um 10 % bedeuten, aber auch 15 % weniger Unfälle, 19 % weniger Verletzte und 28 % weniger Verkehrstote! (Quelle: Verkehrswende.at). Die Petition wendet sich an die österreichische Bundesregierung und fordert sie auf, entsprechende Tempolimits gesetzlich zu verankern.

„Geringere Geschwindigkeiten auf Österreichs Straßen sind wirksam und darüber hinaus rasch und günstig umsetzbar, bedürfen keiner neuen Infrastruktur und bringen Vorteile für das Klima, die Gesundheit und die Lebensqualität“, sind Gabriele Hofer-Stelzhammer, Jakob Ulbrich und Bernhard Steiner, das Präsident:innenteam der Kath. Aktion Oberösterreich, überzeugt. Auch Kardinal Christoph Schönborn stellt sich hinter die Forderungen der engagierten Christ:innen: „Was auf Amerikas Highways möglich ist, muss auch in Österreich möglich sein. Wenige Minuten später am Ziel bedeuten zusätzlich mehr Sicherheit und nicht zuletzt eine gute Zukunft für kommende Generationen“, so der Kardinal.

Die Katholische Aktion Oberösterreich ruft ihre Gliederungen, die Kath. Jungschar, die Kath. Jugend, die Kath. Hochschuljugend, die Kath. Arbeitnehmer:innenbewegung, die Kath. Frauenbewegung, die Kath. Männerbewegung und das Forum St. Severin (Kath. Akademikerverband), aber auch alle Christ:innen und alle Menschen guten Willens im eigenen Land dazu auf, die Kampagne „Tempo senken – Leben retten“ zu unterstützen und Unterschriften zu sammeln. Auf der Website www.dioezese-linz.at/ka können weitere Argumente eingesehen und Unterschriftenlisten heruntergeladen werden. Die Petition kann auch online unterzeichnet werden: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/tempo-senken-leben-retten
Die Kampagne läuft bis 10. März 2024.

Tempolimits sind nicht der einzige Weg, um Klima und Umwelt zu schützen. Weitere Anregungen und eine fundierte Diskussionsgrundlage zum Thema bietet das Dossier „Ökologische Umkehr und Mitweltgerechtigkeit“, das 2022 von der KA Österreich herausgegeben wurde und unter www.kaoe.at/dossiers kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden kann.

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