Neue Diagnose-Methode bei Prostatakrebs

Dr. Ferdinand Luger und Dr. Andreas Gusenleitner haben beim weltgrößten Urologenkongress der American Urological Association in Chicago ihre Erfahrungen mit dem Hochfrequenz-Ultraschallgerät EXACT vorgestellt

Österreichs erstes Hochfrequenz-Ultraschall-Gerät der Prostata für mehr Diagnosesicherheit

Im Gegensatz zum bisherigen System der Blindbiopsie, bei der statische Magnetresonanz (MR) - Bilder mit einem Ultraschallbild abgeglichen wurden, ermöglicht das EXACT eine dynamische Darstellung in Echtzeit

Prim. Dr. Wolfgang Loidl, Vorstand  der Abteilung Urologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen

Wir sehen dadurch genau, wohin sich die Läsion, also das tumorverdächtige Gebiet hinbewegt, wenn man punktiert. Unsere Diagnostik wird dadurch sehr zuverlässig

Prim. Dr. Wolfgang Loidl, Vorstand  der Abteilung Urologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen

Wir wollen unseren Patienten eine möglichst hohe Diagnosesicherheit bieten. Das ist aus verständlichen Gründen bei Verdacht auf Prostatakrebs ein zentrales Thema für die Betroffenen

Prim. Dr. Wolfgang Loidl, Vorstand  der Abteilung Urologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen

In Österreich erkranken jährlich ca. 8.000 Männer neu an Prostatakrebs. Für mehr Diagnosesicherheit im Rahmen der Prostatabiopsie bei Krebsverdacht sorgt an der urologischen Abteilung am Ordensklinikum Linz das neuartige Hochfrequenz-Ultraschallgerät EXACT. Es ist das einzige Gerät dieser Art, das in Österreich im Einsatz ist und mit über 500 Biopsien das derzeit international meistgenutzte.

Wir wollen unseren Patienten eine möglichst hohe Diagnosesicherheit bieten. Das ist aus verständlichen Gründen bei Verdacht auf Prostatakrebs ein zentrales Thema für die Betroffenen“, sagt Prim. Dr. Wolfgang Loidl, Vorstand der Abteilung Urologie am Ordensklinikum Linz Elisabethinen. Um dieses Ziel der Diagnosesicherheit zu erreichen, wird auf eine neuartige Technologie gesetzt, das Hochfrequenz-Ultraschallgerät EXACT. „Im Gegensatz zum bisherigen System der Blindbiopsie, bei der statische Magnetresonanz (MR) - Bilder mit einem Ultraschallbild abgeglichen wurden, ermöglicht das EXACT eine dynamische Darstellung in Echtzeit“, so Prim. Dr. Loidl. „Wir sehen dadurch genau, wohin sich die Läsion, also das tumorverdächtige Gebiet hinbewegt, wenn man punktiert. Unsere Diagnostik wird dadurch sehr zuverlässig.“ Rund 500 Patienten wurden bereits der neuartigen und schmerzfreien Biopsie unterzogen – mehr als in jeder anderen Einrichtung weltweit.

Erfahrungen mit neuer Technik in USA präsentiert

Bereits seit dem Frühjahr 2018 wird am Ordensklinikum Linz mit dem Hochfrequenz-Ultraschallgerät EXACT gearbeitet und die Prostatabeurteilung nach dem PRIMUS Score eingeteilt. („Prostate Risk Identification Using Micro-Ultra-Sound“*). Die High-Tech-Innovation arbeitet mit einer Frequenz von 29 Mhz und liefert dadurch hochauflösende und detailgetreue Bilder der Prostata, die mit den regulären Ultraschallgeräten und ihrem Frequenzumfang von 5 – 7 Mhz nicht zu erreichen wären. Die Ärzte wurden vor Ort eingeschult und mussten ein striktes Qualitätssicherungsprogramm durchlaufen.

Zu diesem Ärzteteam des Prostatazentrums am Ordensklinikum Linz zählen auch die beiden Fachärzte Dr. Ferdinand Luger und Dr. Andreas Gusenleitner. Sie haben beim weltgrößten Urologenkongress der American Urological Association in Chicago ihre Erfahrungen mit dem Hochfrequenz-Ultraschallgerät EXACT im Frühjahr 2019 vorgestellt.

Weiterentwicklung: Aufnahmen aus Hochfrequenz-Ultraschall & MR vereint

Inzwischen ist die Entwicklung sogar noch einen Schritt weiter: Seit wenigen Monaten können die Aufnahmen des Hochfrequenz-Ultraschalls mit jenen aus dem MR vereint werden. Die Kombination von zwei der modernsten Technologien optimiert die Diagnosesicherheit noch einmal um eine Stufe. Beim Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie Anfang November 2019 in der voestalpine Stahlwelt Linz wurde das PRIMUS-System der urologischen Fachwelt in Österreich durch Dr. Ferdinand Luger vorgestellt.

* PRIMUS-SKALA: Verdächtige Veränderungen der Prostata werden laut dem „PRIMUS Protokoll“ in fünf Kategorien unterteilt: PRIMUS 1 und 2 sind harmlose Veränderung, PRIMUS 3 ist unsicher, PRIMUS 4 und 5 sind hingegen hochverdächtige Veränderungen, die auf ein Prostatakarzinom schließen lassen.

Führendes Prostatazentrum:

Das Prostatazentrum des Ordensklinikum Linz Elisabethinen besteht seit März 2007. Modernste Diagnose- und Behandlungsverfahren sind hier ebenso selbstverständlich wie eine individuelle Betreuung jedes einzelnen Patienten. Mit Stand November 2019 wurden 2.649 erfolgreiche Prostata-Eingriffe mit dem DaVinci-Roboter durchgeführt.

Die Leistungsangebote auf einen Blick:

Modernste Krebstherapie durch neueste Operationstechniken und Medikamente

Individuelle Patientenberatung in der multidisziplinären Ambulanz

Behandlung von gutartigen Vergrößerungen der Prostata

Teilnahme an Forschungsstudien

In Österreich erkranken jährlich ca. 8.000 Männer neu an Prostatakrebs, bei jedem fünften Patienten eines praktischen Arztes wird ein urologisches Problem festgestellt und mehr als 40 % aller Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Diese Fakten belegen eindeutig, welch hohen Stellenwert Prostataerkrankungen einnehmen.

Das Ordensklinikum Linz reagiert auf diese Entwicklung und bietet im ersten oberösterreichischen Prostatazentrum modernste medizinische und therapeutische Möglichkeiten an. Die Schwerpunkte des Zentrums liegen im Bereich

der Früherkennung & Diagnose von Prostataerkrankungen,

der Behandlung von gutartigen Vergrößerungen der Prostata

und der Therapie von Prostatakrebs.

Weiterer Teil des Angebots ist ein besonders innovatives und patientenfreundliches Beratungsmodell: Bei Bedarf steht dem Patienten ein multidisziplinäres Team aus Urologen, Onkologen und Radio-Onkologen zur Verfügung.

Quelle: Andrea Fürtauer-Mann andrea.fuertauer-mann@ordensklinikum.at / ots  //  Fotocredit: ©Ordensklinikum Linz

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