NOGO - Schau nicht weg bei sexueller Belästigung im Schwimmbad - Erfolgreiche Kampagne wird auch im Sommer 2023 fortgeführt

NOGO - Schau nicht weg bei sexueller Belästigung im Schwimmbad - Erfolgreiche Kampagne wird auch im Sommer 2023 fortgeführt

Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander: „NO GO soll allen Badegästen signalisieren, dass der Betrieb das Thema ernst nimmt und übergriffiges Verhalten nicht akzeptiert wird – also ein NOGO ist“

Auch diesen Sommer wird in oberösterreichischen Schwimmbädern wieder ein starkes Zeichen gegen sexuelle Belästigung gesetzt.
„NO GO – schau nicht weg bei sexueller Belästigung im Schwimmbad“ transportiert drei klare Botschaften: sexualisierte Übergriffe jeglicher Art werden nicht geduldet, Grenzüberschreitungen haben Folgen und Betroffene erhalten direkt Hilfe und Unterstützung.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander: „Das Ziel des Projektes ist es auch weiterhin, dass sich Mädchen und Frauen in oberösterreichischen Bädern sicher fühlen. Wir alle gemeinsam müssen gegen Übergriffe und Gewalt auftreten und dürfen diese in keinster Weise tolerieren. Wenn niemand mehr wegschaut, wäre schon ein wichtiger Schritt getan.“

Auf den Plakaten, welche in Schwimm- und Seebädern gut sichtbar angebracht werden, sind Ansprechpersonen vor Ort für Betroffene oder Helfer/innen angeführt. Dadurch soll mehr Sicherheit in unseren oberösterreichischen Schwimmbädern und an den Badeseen garantiert werden. NO GO soll allen Badegästen signalisieren, dass der Betrieb das Thema ernst nimmt und übergriffiges Verhalten nicht akzeptiert wird – also ein „NO GO“ ist. Es soll ein Bewusstsein für die Thematik geschaffen werden und jede bzw. jeder Schwimmbad- oder Badeseebesucher/in wird ermutigt, hinzuschauen, einzugreifen oder Hilfe zu holen. Dadurch kann gemeinsam ein Sicherheitsgefühl erreicht werden.

„Gerne beteiligen wir uns an der Kampagne NO GO, die ein klares Zeichen gegen sexuelle Belästigung in Schwimmbädern setzen soll. Wir haben unser Personal geschult, hier ein wachsames Auge zu haben, um unsere Mädchen und Frauen zu schützen und zu signalisieren, dass wir im Falle eines Übergriffes konsequent und mit aller Härte gegen die Täter vorgehen werden. Auch wollen wir mit den Plakaten die Badegäste sensibilisieren, im Anlassfall nicht wegzuschauen, sondern jegliche Übergriffe und Grenzüberschreitungen umgehend zu melden. Als Bürgermeisterin ist mir die Sicherheit unserer Mädchen und Frauen ein persönliches Anliegen“, so die Bürgermeisterin der Stadt Grieskirchen Maria Pachner.

Gewalt jeglicher Art hat in Oberösterreich keinen Platz
Die Präventionsarbeit des autonomen Frauenzentrums mit Mädchen und Frauen zeigt, dass diese von sexueller Belästigung in Bädern betroffen sind. Von anzüglichen Bemerkungen, eindeutigen Blicken und Fotografien über unerwünschte, oft vermeintlich unbeabsichtigte Berührungen, bis hin zu massiven sexuellen Übergriffen reicht die Bandbreite. 

„Jeder Fall von Belästigung ist einer zu viel. Gewalt jeglicher Art hat absolut keinen Platz und ist ein No Go. Mädchen und Frauen sollen das Schwimmbad und den Badesee als sicheren Ort erleben“, unterstreicht Haberlander. 

Informationsmaterial und Schulungen
Für die Ansprechpartner/innen in den Freibädern (Badepersonal und/oder Kioskbetreiber/innen) wurden auch heuer im Vorfeld der Badesaison wieder Schulungstermine zur Sensibilisierung vom autonomen Frauenzentrum in Kooperation mit dem Frauenreferat des Landes OÖ angeboten, in denen die unterschiedlichen Erscheinungsformen sexueller Belästigung aufgezeigt wurden und Tipps und Werkzeuge vermittelt wurden, wie sie in entsprechenden Situationen reagieren und eingreifen können.
Weitere Interessierte können Plakate und Sticker unter frauen@ooe.gv.at bestellen oder auf der Homepage www.frauenreferat-ooe.at/nogo downloaden.

Kampagne zeigt Wirkung
„Es melden sich betroffene Frauen und Mädchen, denen es nach einem Übergriff schlecht geht und die das Erlebte mit jemandem besprechen möchten“, berichtet Margit Schönbauer, BA, vom Autonomen Frauenzentrum, und führt weiter aus: „Auch Ansprechpersonen aus den Bädern melden sich bei uns und möchten wissen, ob sie im Umgang mit Betroffen richtig gehandelt haben oder etwas hätten anders machen sollen.“ 

Hilfe und Unterstützung für Betroffene
Die Online-Frauenberatung Oberösterreich - www.frauenberatung-ooe.at - ist ein Online-Angebot, welches den Frauen und Mädchen in Oberösterreich kostenlos und anonym zur Verfügung steht. Zahlreiche oberösterreichische Frauenberatungsstellen bieten einen One Stop Shop der Frauen- und Mädchenberatung an. Onlineberatung ist eine erste Orientierung in schwierigen Lebenssituationen und hilft vor allem jenen Frauen und Mädchen, denen es leichter fällt, ihre Gedanken niederzuschreiben als auszusprechen.

Die Frauenhelpline unter 0800 222 555 ist österreichweit, rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr und kostenlos für Erst- und Krisenberatung erreichbar.

www.frauenzentrum.at 
www.frauenberatung-ooe.at 
www.pia-linz.at 
www.jugendservice.at 
www.kija-ooe.at 
www.rataufdraht.at 
www.gleichbehandlungsanwaltschaft.gv.at

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: © Land OÖ/Denise Stinglmayr

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