OÖ startet mit Auffrischungsimpfungen

OÖ startet mit Auffrischungsimpfungen

Ab 7. September 2021 wird in Alten- und Pflegeheimen geimpft

Das Bundesland Oberösterreich startet kommende Woche mit den Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19. Den sogenannten „dritten Stich“ erhalten gemäß den Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums (NIG) zunächst ältere Menschen und Risikopatientinnen und -patienten in den Alten- und Pflegeheimen sowie den Krankenanstalten. Alle übrigen, die laut NIG-Vorgabe bereits zur dritten Impfung vorgesehen sind, können ihren Impftermin wie bisher auf ooe-impft.at buchen.

Die SARS-CoV 2 Impfung ist gut verträglich und hochwirksam. Seit der hohen Durchimpfung der älteren Bevölkerung und insbesondere den Bewohnerinnen und Bewohnern in APHs konnten schwere Covid-19 Erkrankungen in der Altersgruppe deutlich reduziert werden - naturgemäß in der Gruppe der Geimpften. Erfahrungen mit der Wirksamkeit des Impfstoffs zeigen in der Gruppe der älteren Bevölkerung ab sechs Monaten nach der Erstimpfung einen Rückgang der Schutzwirkung. Die Auffrischungsimpfung der Älteren ist aus medizinischer Sicht ab diesem Zeitraum notwendig, um weiterhin möglichst viele schwere Krankheitsverläufe zu verhindern“, erläutert Dr. Tilman Königswieser, Ärztlicher Leiter des Salzkammergut-Klinikums.

Deshalb startet das Land Oberösterreich – entsprechend der Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums (NIG) – nun auch rasch mit der Drittimpfung. Vorerst mit jenen, die auch zu Beginn der Impfung an erster Stelle standen, den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alten- und Pflegeheimen, der älteren Bevölkerung über 65 und jenen, die wegen Vorerkrankungen besonders gefährdet sind.

„Auch wenn wir derzeit immer noch Menschen zur Erst- bzw. Zweitimpfung motivieren, um die nötige Durchimpfungsrate für einen guten Schutzschirm der Gesellschaft herzustellen, starten wir jetzt und parallel dazu mit der dritten Impfung. Es ist ganz wichtig, dass wir vor allem unseren älteren und besonders gefährdeten Bürgerinnen und Bürgern einen durchgängigen Schutz gewährleisten und schwere Krankheitsverläufe mit nötigen Spitalsaufenthalten vermeiden“,  sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander.

Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen starten kommende Woche
Die Abteilung Soziales hat in unterstützender Rolle für die zuständige Impfkoordination des Landes Oberösterreich eine konkrete Bedarfserhebung bei den Trägern durchgeführt. Die einzelnen Einrichtungen haben in Kürze die Möglichkeit, die benötigten Impfstoffe selbst über den e-Shop der Bundesbeschaffungs-Gmbh (BBG) abzurufen. Gestartet wird mit der Drittimpfung bereits ab kommenden Dienstag, 7. September. Das Impfangebot wird sukzessive auf alle Einrichtungen erweitert. Festgelegt wurde mit Oö. Ärztekammer, dass die Alten- und Pflegeheime mit den jeweils impfenden Ärztinnen und Ärzten den konkreten Ablauf vereinbaren.

„Um gut für den Herbst und Winter gerüstet zu sein, appellieren wir an alle, die Covid-19-Impfung auffrischen zu lassen. Durch das niederschwellige Impfangebot in Oberösterreich ist ein einfacher Zugang garantiert. Die dritte Impfung in den  Alten- und Pflegeeinrichtungen wird durch die Häuser selbst organisiert, sie kennen die Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Angehörigen am besten und können so auch entsprechend Aufklärungsarbeit leisten “, sagt Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer.

Spitäler informieren besonders gefährdete Patientinnen ab nächster Woche 
Seitens der Oberösterreichischen Spitälern werden ab nächster Woche Höchstrisikopatientinnen und –patienten zur Auffrischungsimpfung informiert und diese empfohlen. Die Spitäler haben sich auch bereiterklärt, die Impfung durchzuführen. Termine werden anschließend zeitnahe vergeben. Dies betrifft z.B. transplantierte Patientinnen und -patienten, Dialysepatientinnen und–patienten oder Immunsupprimierte.

Drittimpfung über Hausärztinnen und –hausärzte sowie an öffentlichen Impfstraßen
Unmittelbar danach folgen Personen, die ursprünglich mit den Vektorimpfstoffen von AstraZeneca und Johnson&Johnson (Janssen) geimpft wurden. Für die Auffrischungsimpfungen dieser Gruppe wird im September der niedergelassene Bereich wie auch die öffentlichen Impfstraßen bzw. andere öffentliche anmeldefreie Impfangebote flächendeckend zur Verfügung stehen. Was die Auffrischungsimpfungen bei den Hausärztinnen und –ärzten betrifft, so wird – wie mit der Oö. Ärztekammer besprochen – empfohlen, dass direkt mit dem eigenen Hausarzt, der eigenen Hausärztin Kontakt aufgenommen wird, um einen Impftermin zu vereinbaren. Und die oben genannten Zielgruppen können auch bereits jetzt auf ooe-impft.at Termine bis derzeit 8. Oktober buchen. Das Terminangebot wird wie gewohnt laufend erweitert und freigeschalten. Zusätzlich bleibt das wichtigste Ziel der Bekämpfung der Pandemie, das Erreichen einer möglichst hohen Durchimpfungsrate in der oberösterreichischen Bevölkerung und damit die Erhöhung des Anteils vollimmunisierter Personen. Daher werden auch in Oberösterreich alle Maßnahmen mit Hochdruck weiter vorangetrieben, um die noch nicht geimpfte Bevölkerungsgruppe zu erreichen. Eine Gesamtübersicht aller niederschwelligen Impfangebote in Oberösterreich unter: ooe-impft.at  

In welchem Abstand zur Vollimmunisierung soll die Auffrischungsimpfung erfolgen?

Gemäß den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums erhalten folgende Personengruppen eine weitere Dosis (impfstoffabhängig 2. oder 3. Dosis):

Im Zeitraum 6 bis 9 Monate nach Abschluss der vollständigen Immunisierung folgende Risikogruppen:

·         Alle Personen älter als 65 Jahre sowie Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen

·         Alle Personen (ab 12 Jahre, unabhängig vom Alter) mit Vorerkrankungen und besonders hohem oder hohem Risikoprofil

·         Alle Personen, bei denen die Grundimmunisierung mit den Vektorimpfstoffen von Johnson&Johnson (eine Dosis)  und Astra (zwei Dosen) durchgeführt wurde

Im Zeitraum 9 bis 12 Monate nach Abschluss der vollständigen Immunisierung aller anderen Personen über 16 Jahren,

  • insbesondere Personal im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie in pädagogischen Einrichtungen

Die Auffrischungsimpfungen erfolgen mit mRNA- Impfstoffen von Pfizer/BioNtech und Moderna

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: © FOKE/Symbolfoto

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