Salzkammergut Klinikum zieht erste Zwischenbilanz

Salzkammergut Klinikum zieht erste Zwischenbilanz

(v.l.n.r.): Dr. Tilman Königswieser, MPH; Sabine Kastenhuber; Mag.a Gabriele Meixner, MBA 

Das Salzkammergut Klinikum zieht nach rund vier Monaten erste Zwischenbilanz über die herausfordernde Corona-Zeit

SALZKAMMERGUT. Die Corona-Pandemie war auch im Salzkammergut Klinikum spürbar. Die drei Standorte in Gmunden, Bad Ischl und Vöcklabruck waren aber gut vorbereitet, wodurch sich die Krise nicht so dramatisch ausgewirkt hat, wie zu Beginn befürchtet wurde.

„Wegen der guten Vernetzung mit dem Krisenstab OÖ und der trägerübergreifenden Taskforce und insbesondere des engagierten Einsatzes unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten alle notwendigen Maßnahmen rasch und effizient umgesetzt werden“, erinnert sich Sabine Kastenhuber, interimistische Kaufmännische Direktorin des Salzkammergut Klinikums, vor allem an die erste Phase nach dem Shutdown. „Auch die tägliche Versorgung unserer Patientinnen und Patienten war aufgrund unseres rechtzeitigen Handelns gut abgesichert“, fügt sie hinzu.

Isolierstation im SK Gmunden

Bereits vor fünf Jahren wurde damit begonnen, Grippepatientinnen und -patienten aus der Region in einer speziell eingerichteten Station zu behandeln. Dazu werden im Bedarfsfall Teile oder die gesamte Abteilung für Innere Medizin zur Isolierstation umfunktioniert. „Uns stehen hier im Notfall bis zu 60 Betten für die Betreuung von Corona-Infizierten sowie das entsprechend geschulte ärztliche und pflegerische Personal zur Verfügung. Immerhin haben wir hier im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Juli 27 Patientinnen und Patienten betreut. Fünf mussten auf die Intensivstation verlegt werden und leider sind auch fünf Personen mit Begleiterkrankungen an den Folgen der COVID-19-Infektion gestorben“, resümiert Dr. Tilman Königswieser, MPH, der Ärztliche Direktor des Klinikums.

In allen drei Häusern mussten im erwähnten Zeitraum 75 Verdachtsfälle abgeklärt werden, 35 Personen davon waren tatsächlich positiv, d. h. mit dem COVID-19 infiziert.

Hygiene als oberstes Gebot

„Krankenhäuser gelten per Definition als kritische Infrastruktur, die besonders zu schützen ist. Um diesen Schutz gewährleisten zu können, war und ist es notwendig, Maßnahmen wie ein absolutes bzw. eingeschränktes Besuchsverbot oder die Schleusen bei den Eingängen einzuführen. Aber auch das Tragen von Schutzmasken ist für alle oberstes Gebot in unseren Häusern“, appelliert die Pflegedirektorin des Salzkammergut Klinikums, Mag.a Gabriele Meixner, MBA, an ein verantwortungsbewusstes Handeln und an die Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie Händedesinfektion und Abstandsregeln.

Ausreichend Kapazitäten für COVID-19-Erkrankte

Nach wie vor werden für den Fall eines neuerlichen Anstiegs bei spitalspflichtigen Infizierten sowohl auf der Isolierstation als auch auf der Intensivstation Betten frei gehalten. Corona hat die Abläufe im Klinikum zu einem großen Teil bestimmt und wird sie auch weiterhin bestimmen. Das Salzkammergut Klinikum ist so wie in den letzten vier Monaten auch für die Zukunft gut gerüstet.

Quelle: Sabine Janka  //  Fotocredit: OÖG

 

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