Segel-Nationalteam vor Training in Kroatien - Lösungen für Breitensport in Arbeit

Bargehr/Mähr und Kampelmühler/Czajka

Mit den ersten Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen für Spitzensportler nahm das OeSV-Nationalteam Anfang Mai das Training auf österreichischen Seen wieder auf. In den nächsten Wochen übersiedeln die Olympia-Athleten zum Trainieren an die kroatische Adriaküste. Zudem arbeitet der Österreichische Segel-Verband in enger Abstimmung mit dem Sportministerium auch an Lösungen für die Breitensport-Segler.

Mitte März trat das Segel-Nationalteam aufgrund der Entwicklungen zum Coronavirus die Rückreise aus Palma de Mallorca an - die europäische Regattasaison hätte eigentlich auf der spanischen Baleareninsel eröffnet werden sollen. Plötzlich verlagerte sich die Wirkungsstätte der Athleten für einen ungewöhnlich langen Zeitraum nach Hause: Mit individuellen Trainingsplänen und zahlreichen Teammeetings per Video-Konferenz wurden umgehende Maßnahmen für die Zeit in Heim-Quarantäne gesetzt. 

Nach konstruktiven Gesprächen mit den Behörden hat das Nationalteam Anfang Mai die Erlaubnis vom Sportministerium für das Wassertraining auf österreichischen Seen erhalten. Wenig später durften auch die Jugendkadergruppen auf das Wasser zurückkehren. Mit Testungen und unter präzise ausgearbeiteten Regeln – die Teams zogen beispielsweise in separierte Wohneinheiten - wurde und wird auf mehreren Revieren trainiert: die 49er und 29er am Bodensee, Nacra17 am Attersee, Schöfegger/Boustani (49erFX) am Wolfgangsee, Frank/Abicht (49erFX), die 470er und 420er gemeinsam mit Laser-R am Neusiedler See bzw. im Bundesleistungszentrum. Nachdem nun weitere Lockerungen bei den Grenzöffnungen eingetreten sind, dürfen die Olympia-Athleten ihren Trainingsalltag in den nächsten Wochen nach Kroatien ans Meer verlagern. Den Anfang machten die 470er-Teams David Bargehr/Lukas Mähr und Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka, die bereits in Split angekommen sind.

„Wir zählen die Tage bis zu den Olympischen Spielen und versuchen jede Stunde bestmöglich zu nutzen. Daran hat sich auch mit der Olympia-Verschiebung nichts geändert. Jede Trainingseinheit zählt und das Segeln am Meer ist vor allem für den weiteren Fortschritt immens wichtig. Wir sind froh über die Möglichkeit in Split und Zadar trainieren zu können. Die Orte sind mit dem Auto gut erreichbar, wir haben zudem eine gute und langfristige Kooperation mit den dort ansässigen Clubs. Kroatien hat sehr wenige Corona-Fälle und ist in der aktuellen Situation die beste Option“, ist OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid überzeugt.

Lösungen für den Breitensport in Arbeit
Der Österreichische Segel-Verband setzt sich für all seine Mitglieder ein und arbeitet auch an Lösungen für den Breitensport. Denn auf Basis der von der Bundesregierung veröffentlichten Verordnung dürfen aktuell nur Einhandsegler oder Personen aus demselben Haushalt miteinander segeln - da der geforderte Sicherheitsabstand in der Regel während des Segelns, An- und Ablegens nicht ständig eingehalten werden kann. Ein wesentliches Anliegen ist es auch, rasch weitere Erleichterungen für den Breitensport und den Regattabetrieb zu bekommen. OeSV-Präsident Herbert Houf konnte dieses Anliegen vor kurzem auch persönlich an Sportminister Werner Kogler herantragen, der Verständnis zeigte und zusagte, sich gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium um weitere Lockerungen zu bemühen.
 

 

Quelle: Öst. Segelverband / Profs - Fotocredit©:Tobias Stoerkle - Photography

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