Schulen als Startpunkte für finanzielle Bildung

Schulen als Startpunkte für finanzielle Bildung

Bildungsreferentin LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander mit IWS Geschäftsführer Gottfried Kneifel

Abgabenquote, Bruttoinlandsprodukt, Körperschaftssteuer – das sind Wirtschaftsbegriffe, die nur wenigen Österreicherinnen und Österreichern etwas sagen, wie eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Spectra im Auftrag der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) ergab. Auch das generelle Interesse an Wirtschaftsthemen ist laut Umfrage eher niedrig. 
„Schule ist mehr als nur eine Bildungsanstalt; sie ist die Grundlage für die Zukunft unserer Jüngsten. Wir müssen unseren Schülerinnen und Schülern die Werkzeuge in die Hand geben, um in der komplexen Wirtschaftswelt navigieren zu können. Von Einnahmen und Ausgaben bis hin zu Steuern und Sparen – diese Grundlagen sind nicht nur für das Berufsleben, sondern für die gesamte Lebensplanung unerlässlich. Wir wollen junge Menschen für die spannende Welt der Wirtschaft begeistern. Das von Bildungsdirektion und IWS nun in dritter Auflage erscheinende Buch, „Wirtschaft – kurz erklärt“ bringt Schülerinnen und Schülern dieses Wissen näher“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Bildungsreferentin Mag.aChristine Haberlander. 

„Körperschaftssteuer ist keine Gewichtsgebühr“
„Sie werden in den Medien täglich verwendet, doch nur eine kleine Minderheit der österreichischen Bevölkerung versteht sie: Begriffe wie Körperschaftssteuer (8 Prozent), Abgabenquote (10 Prozent), Handelsbilanz (11 Prozent) oder Bruttoinlandsprodukt (12 Prozent). „Da haben wir noch viel zu tun“, betont IWS-GF Gottfried Kneifel. Denn das Interesse der Österreicherinnen und Österreicher (15 bis 75 Jahre) an wirtschaftlichen Fragen ist gering: Lediglich 10 Prozent bezeichnen ihr Interesse als „sehr groß“, weitere 29 Prozent als „groß“. „Dass die Körperschaftssteuer keine Gewichtsgebühr ist, sollte eigentlich jeder wissen“, ergänzt Kneifel.
In manchen demografischen Untergruppen liegt das Wirtschaftsinteresse allerdings deutlich höher. Männer bekunden ihr Interesse an Wirtschaftsfragen zu 48 Prozent. Auch das Alter hat einen wesentlichen Einfluss auf das Wirtschaftsinteresse. Am höchsten ist dieses unter den Jahrgängen, die gerade mitten im Erwerbsleben stehen. Nachdenklich stimmt das fehlende Interesse an Wirtschaftsfragen in der Generation Y und Z. Nur 16 Prozent bekunden ihr Interesse an wirtschaftlichen Fragen, während 43 Prozent(!) dezidiert erklären, an wirtschaftlichen Fragen kein Interesse zu haben.
Dass es um das Wirtschaftswissen der Österreicherinnen und Österreicher tatsächlich nicht sehr gut bestellt ist, bestätigt die Studie, laut der die Personen von 23 abgefragten Begriffen im Durchschnitt nur 4,7 Begriffe „sehr gut“ erklären könnten. Am leichtesten tut sich die österreichische Bevölkerung dabei mit Begriffen wie Gewinn und Eigenkapital (34 Prozent könnten diese Begriffe „sehr gut“ erklären), Import (32 Prozent), Umsatz (31 Prozent), Export (30 Prozent) und Investition (29 Prozent). Ein Buch mit sieben Siegeln sind dagegen Begriffe wie Körperschaftssteuer (8 Prozent), Abgabenquote (10 Prozent), Handelsbilanz (11 Prozent) oder Bruttoinlandsprodukt (12 Prozent).

„Wirtschaft – kurz erklärt“
„Eine Antwort auf dieses wenig erfreuliche Umfrageergebnis ist das Buch, „Wirtschaft – kurz erklärt“, das unter der Patronanz von Bildungsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander und der OÖ. Bildungsdirektion nun in der dritten Auflage erscheint“, erklärt Kneifel. „Diese Publikation, die auch Zugriffe auf eine DIGI-Box erlaubt, kann sowohl im Unterricht helfen als auch von interessierten Eltern angefordert werden.“

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: © Land OÖ/Tina Gerstmair

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